LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Ins Licht Rücken (ILR) - Unser Podcast für Sie

...geht in die zweite Runde!

Staffel 2 unseres Podcasts ist endlich am Start. Mit dem Podcast Ins Licht Rücken (ILR) stellen wir Ihnen spannende Themen aus unserer Arbeit vor. Im Gespräch mit der Moderatorin Stefanie Pütz rücken wir vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Licht und hinterfragen sie. Warum interessieren wir uns für „Allgemeinplätze“ und „Mythen“? Warum sind sie im allgemeinen Bewusstsein so hartnäckig verankert und was interessiert uns daran? Welche Fragen stellen wir und wie stellen wir sie? Antworten auf diese und weitere Fragen geben wir in unseren neuen Podcastfolgen.

Wie geht der Brauch denn richtig? (Staffel 2 / Folge 1)

mit Gabriele Dafft und Lisa Maubach

In der ersten Folge gehen Gabriele Dafft und Lisa Maubach der häufig gestellten Frage nach: „Wie geht der Brauch denn eigentlich richtig?“ Jahreszeitlich aktuell beschäftigen sich die beiden Wissenschaftlerinnen am Beispiel von Halloween und Sankt Martin mit Definition und Funktionsweisen von „Brauch“ (Was sind Bräuche überhaupt und wie funktionieren sie?). Dabei wird deutlich, dass Bräuche keineswegs „fest und in Stein gemeißelt“ sind, sondern sich stetig wandeln, entsprechend allgemeiner Entwicklungen in der Gesellschaft.

Plastik-Ratte auf einem Tisch mti diversen technischen Geräten Kontroverser Brauch - kontroverses Deko-Objekt. Die "Halloween-Ratte" war Aufhänger für ein Gespräch über Bäuche und ihre Dynamik. Foto: Gabriele Daftt/LVR-ILR

Weitere Informationen:

Zur Entwicklung von neuen Bräuchen oder Transformation bekannter Bräuche siehe auch konkrete Beispiele in unserer Rubrik Alltag in der Krise

Podcast Ins Licht Rücken, Staffel 1, Folge 3 "Von Wichteln ..." ( nach unten zu Folge 3 im Podcast Staffel 1 scrollen.)

Staffel 1: Immer wieder sonntags…

...möchte das das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (ILR) die Bandbreite seiner Arbeit mit einem neuen Podcast Ins Licht Rücken (ILR). Im Podcast „erzählen“ die ILR-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Moderatorin Stefanie Pütz von der Vielfalt ihrer Themen und werfen Schlaglichter auf Geschichte, jüdisches Leben, Alltagskultur und Sprache im Rheinland. Hören Sie zu und entdecken Sie – immer wieder sonntags …die Geschichte vor Ihrer Haustür in einem anderen Licht!

Kurzes Intro zum Podcast

Dr. Dagmar Hänel, 2018 bis Januar 2022 Leiterin des ILR, stellt Ihnen die Idee des Podcasts vor.

Folge 1: dat und wat – Sprache im Rheinland

mit Sarah Puckert und Verena Kohlmann

Warum heißt es im Rheinland „dat“ und „wat“ und nicht „das“ und „was“? Und wo sind Weckmänner verbreitet, wo Stutenkerle? Hier erfahren Sie mehr zu unseren Sprachkarten, dem rheinischen Dialekt und Regiolekt sowie neuen Umfragen.

Sprachkarte, die die Umrisse des Rheinlandes zeigt, darin orangefarbene Kreise. Sprachkarte dat & wat.

Weitere Informationen:

Sprachportal: Dat Portal

Hier gehts zur Umfrage

Georg Cornelissen: dat & wat. Der Sprachatlas für das Land am Rhein zwischen Emmerich und Eifel. Greven Verlag Köln (2021).

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Folge 2: Jüdisches Leben: in der Rödinger Synagoge und auf Tour im Rheinland

mit Monika Grübel

Im LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen und bei der Wander-Ausstellung „Jüdisch vor Ort“ kann man lernen, wie Jüdinnen und Juden im Rheinland lebten - und auch, wie sie heute leben. Ein besonderes Juwel ist die 1841 erbaute Synagoge im Hinterhof des Wohnhauses der jüdischen Familie Ullmann.

Die Landsynagoge Rödingen. Seitenansicht der Landsynagoge Rödingen.

Weitere Informationen:

Zur Website des LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen

Broschüre der Synagoge

Zur DVD des Filmes „Hauptsache kein Schwein“

NRW-Programmheft zum „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“

Instagram

Folge 3: Von Wichteln, Kaffeetassen und weißen Fahrrädern – Zur Faszination von Bräuchen und Ritualen

mit Dr. Dagmar Hänel und Dr. Katrin Bauer

Bräuche und Rituale begleiten unseren Alltag, strukturieren ihn und geben uns nicht nur in Krisenzeiten Halt und Sicherheit. Im Podcast beleuchten Dr. Dagmar Hänel und Dr. Katrin Bauer alte und neue Rituale – wie den Wichtelbrauch zur Weihnachtszeit oder das Kaffeetrinken – und erläutern ihre Funktionen für uns.

Ein weißes Fahrrad mit Pflanzen/Blumen geschmückt steht an der Stelle, an der ein Radfahrer im Straßenverkehr gestorben ist. Es ist Teil einer privaten Trauer-, Mahn- und Gedenkstätte. Ein weißes Fahrrad mit Blumen geschmückt steht an der Stelle, an der ein Radfahrer im Straßenverkehr gestorben ist. Es ist Teil einer privaten Trauer-, Mahn- und Gedenkstätte (Archiv des Alltags im Rheinland, 20120221-004).

Weitere Informationen:

Homepage der Abteilung Alltagskulturen und Sprache

Portal Alltagskulturen im Rheinland

Hier gehts zum Archiv des Alltags

youtube-Kanal

Instagram

Dagmar Hänel, Ove Sutter, Ruth Dorothea Eggel, Fabio Freiberg, Andrea Graf, Victoria Huszka, Kerstin Wolff (Hg.), Planen. Hoffen. Fürchten. Zur Gegenwart der Zukunft im Alltag. Münster 2020.

Katrin Bauer, Dagmar Hänel, Thomas Leßmann (Hg.), Alltag sammeln. Perspektiven und Potentiale volkskundlicher Sammlungsbestände. Münster 2019.

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Folge 4: Widerstand im Rheinland 1933-1945

mit Dr. Helmut Rönz und Keywan Klaus Münster

Wie sah Widerstand im Rheinland 1933-1945 aus? Keywan Klaus Münster und Dr. Helmut Rönz liefern Antworten auf diese schwierige Forschungsfrage und stellen Ihnen unterschiedliche Facetten eines breiten Widerstandsbegriffs vor, die auf einer Onlinekarte veröffentlicht, visualisiert und lokalisiert werden. Über 2.000 Einträge von der Verweigerungshaltung über alltägliche Formen der Solidarität bis hin zu Rettungswiderstand und der politischen Fundamentalopposition gegen die NS-Diktatur zählt die Widerstandskarte bisher – bei mehr als 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern eine kleine Minderheit.

Ausschnitt der Widerstandskarte. Verschiedene, farblich gekennzeichnete Kategorien des Widerstands in Koblenz. Ausschnitt der Widerstandskarte. Verschiedene, farblich gekennzeichnete Kategorien des Widerstands in Koblenz.

Weitere Informationen:

Hier gehts zur Widerstandskarte

Projekt: Widerstand im Rheinland 1933-1945 auf dem Portal Rheinische Geschichte

SWR-Interview zur Zivilcourage im Nationalsozialismus (2021)

Ansgar S. Klein, ‚Euthanasie', Zwangssterilisationen, Humanexperimente. NS-Medizinverbrechen an Rhein und Sieg 1933–1945. Köln 2020.

Vortrag auf dem III. Hartheimer Forschungskolloquium zur NS-Euthanasie (2019)

Helmut Rönz, Markus Gestier (Hg.), ‚Herr Hitler, Ihre Zeit ist um!' Widerstand an der Saar 1935-1945. St. Ingbert 2016.

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Folge 5: Das Rheinland - eine Migrationsregion

mit Gabriele Dafft und Georg Mölich

Kultureller Austausch? Der ist im Rheinland Routine! Denn in Vergangenheit und Gegenwart wurde die Region durch den Zuzug unterschiedlicher Menschen geprägt. Hinter die Klischees von „fremd“ und „vertraut“ blicken der Historiker Georg Mölich und die Kulturanthropologin Gabriele Dafft in unserem Podcast.

In der Ausstellung „Woran glaubst du?“ zeigen Jugendliche Dinge, die für ihre persönlichen Werte stehen. Hier sehen wir Durmus, der seine Gebetsmütze zeigt. Ein Familienerbstück, das mit vielen Erinnerungen verbunden ist. Foto: Susanne Schnabel, WDR. In der Ausstellung „Woran glaubst du?“ zeigen Jugendliche Dinge, die für ihre persönlichen Werte stehen. Hier sehen wir Durmus, der seine Gebetsmütze zeigt. Ein Familienerbstück, das mit vielen Erinnerungen verbunden ist. Foto: Susanne Schnabel, WDR.

Weitere Informationen:

Ausstellung: Woran glaubst du?

Gabriele Dafft (Hg.): Woran glaubst du? Heimat und Religion. Wie viel Heimat in den Dingen steckt. Ein Begleitbuch zur Ausstellung "Wo ist dann meine Heimat?" Köln 2015.

Der Schnäuzerkowski auf der Website des Kölner Hänneschen-Theaters.

Portal: Preußen im Rheinland.

Portal: Alltagskulturen im Rheinland.

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Folge 6: Strukturwandel im Rheinischen Revier als kultureller Möglichkeitsraum

mit Alrun Berger und Dr. Judith Schmidt

Strukturwandel hat viele Gesichter. So vielfältig wie die beteiligten Akteur*innen, sind auch die historischen Umbrüche, die das Rheinische Revier bereits erlebt hat. Wie diese Prozesse erfasst, gebündelt und vermittelt werden, damit beschäftigen sich Judith Schmidt und Alrun Berger. Sie unterhalten sich über die Makro- und Mikroperspektive des vielgestaltigen kulturellen Erbes und geben Einblick in die Möglichkeiten zum Aufbau einer kulturellen Infrastruktur im Rheinischen Revier.

Verlassenes Haus bei Düren-Merken an der Abbruchkante vom Tagebau Inden, Schaufelbagger im Hintergrund, Foto: LVR-ADR/Silvia Margrit Wolf. Verlassenes Haus bei Düren-Merken an der Abbruchkante vom Tagebau Inden, Schaufelbagger im Hintergrund, Foto: LVR-ADR/Silvia Margrit Wolf.

Weitere Informationen:

Ausstellung: Das Leben mit dem Loch

Projekt tagebaubedingte Umsiedlung

Projekt geSCHICHTEN Rheinisches Revier

Mehr zum Tag der Landeskunde in Erkelenz

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Folge 7: Wechsel der Rheinseiten – Linksrheinisch: (leider) nicht immer. Karten: Erstellung und Erkenntnisse. Der Rheinische Städteatlas und seine Karten.

mit Dr. Wolfgang Rosen und Esther Weiß

Karten sind nicht alles andere als illustrative Werke und Beifügungen, sondern sie können sehr viel über historische Strukturen und Entwicklungen aussagen und beinhalten auf kleinem Raum eine große Fülle an Informationen. Dabei sind Forschungskarten von historischen Karten zu unterscheiden. Im Podcast geht es um die Erstellung und Bearbeitung von Karten sowie die möglichen Informationen, die man aus ihnen gewinnen kann.

Rheinstromkarte Monheim am Rhein u. Umgebung (Wasserbaumeister Bilgen (1776), LAV NRW R: RW). Rheinstromkarte Monheim am Rhein u. Umgebung (Wasserbaumeister Bilgen (1776), LAV NRW R: RW).

Weitere Informationen:

Mehr zum Rheinischen Städteatlas

Atlasorte

LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (Hg.), Porz. Rheinischer Städteatlas Lieferung XXII, Nr. 105. Köln Böhlau 2022, ISBN: 978-3-412-51901-8.

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