LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Rheinischer Städteatlas Walsum

Lfg. XVII Nr. 92, 2008
Bearbeiter: Michael A. Kanther
Redaktion: Margret Wensky
Kartographie: Esther Weiss
Böhlau Verlag Köln Weimar Wien
ISBN 978-3-412-20223-1
Mappenformat 28 x 40 cm
Preis: 30,00 €

Die Atlasmappe kann über den Böhlau-Verlag bezogen werden.

Walsum auf einen Blick

Historisches Bild von einer Stadt Ansicht Walsum 1952 Ausschnitt aus einem Grundriss gezeichnet nach einer Katasterkarte Urkarte Walsum 1837 (Ausschnitt) Ausschnitt aus einer farbigen historischen Karte Stadtplan Walsum 1952 (Ausschnitt)

Gemeindedaten

Regierungsbezirk Düsseldorf
kreisfreie Stadt Duisburg

Geographische Lage

Walsum liegt in der Mittleren Niederrheinebene rechts des Rheins zwischen den Mündungen der Emscher im Norden und der Kleinen Emscher im Süden. Der historische Ortskern liegt südl. der Walsumer Rheinauen 20-25 m über NN.

Geschichtliche Entwicklung

Walsum wird seit der fränkischen Zeit kontinuierlich besiedelt. Das Kirchdorf (heute Alt-Walsum) entwickelte sich in karolingisch-ottonischer Zeit. Die Pfarrkirche (Dionysius) wurde von Mechthild von Holten 1281 dem Johanniterorden gestiftet, der in Walsum eine bis 1803 bestehende Komturei einrichtete. 1289 gelangte die Gerichtshoheit über das Kirchspiel Walsum an die Grafen von Kleve. Das Kirchspiel umfasste außer dem Kirchdorf die Bauerschaften Aldenrade, Wehofen und Overbruch; im 20. Jahrhundert wurde ein weiterer Ortsteil Vierlinden gebildet.

Relativ spät wandelte sich Walsum von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zum Industrieort. Als erster Industriebetrieb entstand 1897-99 eine Zellstofffabrik am Rheinufer. 1902-05 baute die Gutehoffnungshütte einen Rheinhafen mit Eisenbahnverbindung zu ihren Betrieben in Sterkrade. 1919/20 schuf die GHH südlich des Hafens mit einer Werft für Binnenschiffe weitere Arbeitsplätze. Von größter Bedeutung für die Entwicklung Walsums war der Steinkohlenbergbau. Der Thyssen-Konzern begann 1904 mit der Abteufe einer Schachtanlage östlich von Alt-Walsum, aus der nach der Aufnahme der Förderung 1930 das Verbundbergwerk Walsum - seit 1936 mit eigenem Hafen - hervorging.

1905 wurde Walsum von der Landbürgermeisterei Dinslaken abgetrennt und zur Bürgermeisterei erhoben. In den 1950er Jahren setzte mit dem Ausbau des Bergwerks Walsum und dem Ausgreifen des Wohnungsbaus der August Thyssen-Hütte AG auf Walsumer Gebiet ein Bauboom ein, der Walsum einen eher städtischen Charakter verlieh. Die Bevölkerungszahl wuchs zwischen 1950 und 1966 um 82 Prozent. Mit über 40 000 Einwohnern wurde Walsum 1958 Stadt. Am 1. Januar 1975 erfolgte die Eingemeindung nach Duisburg.

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Inhalt der Mappe

20 Seiten Textheft, 8 Tafeln mit 10 Abbildungen:

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