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Rheinischer Städteatlas Porz

Porz auf der Rheinstromkarte von C. W. Bilgen, 1776 Porz nach der Urkarte, 1825 (Ausschnitt) Flughafen Köln/Bonn, um 1970

Lieferung XXII, Nr. 105, 2022
Bearbeiter: Christian Hillen
Redaktion: Wolfgang Rosen
Kartographie: Esther Weiss
Böhlau-Verlag Köln
ISBN: 978-3-412-51901-8
Mappenformat: 28 x 40 cm
Preis: 25,00 €

Die Atlasmappe kann über den Böhlau-Verlag bezogen werden.

Gemeindedaten
Regierungsbezirk Köln, Stadt Köln

Geographische Lage
Das Gebiet der ehem. selbstständigen Stadt Porz Rhein liegt im südlichen Teil der Kölner Bucht auf insgesamt drei Rheinterrassen am östlichen Prallhang des Rheins. Der Ort Porz befindet sich direkt am Ufer auf der Niederterrasse in etwa 50–55 m über NN.

Geschichtliche Entwicklung
Die Siedlung Porz ging aus einer 1297 erstmals erwähnten Gerichtsstätte hervor. Obwohl der Ort von seiner Einwohnerzahl und seiner wirtschaftlichen Leistung her gesehen nicht mehr als ein unbedeutendes Dorf war, erlangte es durch seine Funktion als Gerichtsstätte eine gewisse regionale Bedeutung für die Grafen von Berg. Es war nicht nur Landgericht, sondern auch eines der beiden Hauptgerichte. 1806 bildete das Dorf zusammen mit Eil, Elsdorf, Ensen, Heumar, Urbach und Westhoven zunächst die Munizipalität, kurze Zeit später dann die Marie Heumar. 1875 wurde Porz Verwaltungssitz der Gemeinde Heumar, die erst 1928 in Porz umbenannt wurde. 1929 folgte die Zusammenlegung der Gemeinden Porz und Wahn zur neuen Gemeinde Porz. Das 1951 mit Stadtrechten versehene Porz bestand aus 14 Ortschaften, wurde allerdings 1975 nach Köln eingemeindet und bildet seitdem den gleichnamigen Stadtbezirk.

Bis zum Bau des Bahnhofs zwischen Porz und Urbach (1859) blieb Porz ein kleines Straßendorf, in dem bis weit in das 19. Jh. hinein die Landwirtschaft vorherrschend war. Als kleiner Handelsplatz etablierte sich Zündorf, wenngleich es auch in Porz und einigen anderen am Rhein gelegenen Dörfern des späteren Stadtgebietes Schiffsanlegestellen gegeben hat.

Das eigentliche Wachstum begann erst mit dem Anschluss an die Eisenbahn und der in dieser Folge einsetzenden raschen Industrialisierung. Nach 1945 verstärkte und beschleunigte sich mit dem Bevölkerungswachstum der Prozess des siedlungsmäßigen Zusammenwachsens der einzelnen Stadtteile.

Ohne Zwischenstufen entwickelte sich Porz vom Bauerndorf zum Industriestandort, wozu die verkehrsgünstige Lage und die Anbindung an lokale und überregionale Märkte beitrugen, die durch Autobahnen und dem Flughafen nach dem Zweiten Weltkrieg noch verbessert wurde.

Inhalt der Mappe

20 Seiten Textheft, 7 Tafeln mit 9 Karten und 4 Abbildungen

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