LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Rheinischer Städteatlas Neuss

Lfg. XVIII Nr. 94, 2010
Bearbeiter: Klaus Müller
Redaktion: Margret Wensky
Katographie: Esther Weiss
Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien
ISBN: 978-3-412-20589-8
Mappenformat 28 x 40 cm
Preis: 39,00 €

Die Atlasmappe kann über den Böhlau-Verlag bezogen werden.

Neuss auf einen Blick

Historisches gezeichnetes Bild von einer Stadt Ansicht Neuss 1575 Ausschnitt aus einem Grundriss gezeichnet nach einer Katasterkarte Urkarte Neuss 1811 (Ausschnitt) Ausschnitt aus einer historischen Karte gezeichnet im Jahre 1805 Tranchot und v.Müffling Karte Neuss 1805 (Ausschnitt)

Gemeindedaten

Regierungsbezirk Düsseldorf
Rhein-Kreis Neuss
Einwohnerzahl Ende 2010: 153.758

Geographische Lage

Neuss liegt am Übergang des Niederrheinischen Tieflandes zur Niederrheinischen Bucht, der historische Stadtkern 36-42 m über NN.

Geschichtliche Entwicklung

Neuss war bis zum 16. Jahrhundert eine der bedeutendsten niederrheinischen Städte. Die Besiedlung seines historischen Stadtkerns erfolgte auf dem Boden der um 25. n. Chr. entstandenen Zivilsiedlung (vicus) des römischen Militärlagers. Siedlungskontinuität zwischen Antike und Frühmittelalter ist nicht nachweisbar, aber wahrscheinlich. Hierfür spricht nicht zuletzt der seit Tacitus durchgehend belegte Name Novaesium.

Nach den Wikingereinfällen wurde der Ort als Handelsplatz ausgebaut. Spätestens seit der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts war die Kaufleutesiedlung von einer Befestigungsmauer umgeben. Seit etwa 1200 errichtete man einen neuen die Stadtfläche vergrößernden Mauerring. Neben Reichsbesitz und Adelsgut gab es schon früh Besitz des Kölner Erzbischofs, der die Gerichtsherrschaft und dann die Landesherrschaft innehatte. Neuss besaß kein gesetztes, sondern allmählich durch Privilegierung gewachsenes Stadtrecht. Von einer Stadt im vollen Wortsinne kann von etwa 1200 an gesprochen werden. Sie war Oberhof für die meisten Städte des Kölner Niederstifts. Im Städtekollegium des im 15. Jahrhundert gebildeten Landtags führte sie das Direktorium des Niederstifts.

Die Pfarrei wird um 800 entstanden sein. Ihr ursprünglicher Eigentümer, der Kölner Erzbischof, dürfte sie dem im letzten Drittel des 10. Jahrhunderts von einem unbekannten Stifter gegründeten Benediktinerinnenkloster geschenkt haben. Um 1200 wurde es in ein Stift umgewandelt. Mit dem Bau der heutigen Kirche, in der auch der Pfarrgottesdienst stattfand, wurde 1209 auf dem Boden eines im 9. oder 10. Jahrhundert entstandenen karolingischen Gotteshauses begonnen.

Ihre Blüte verdankte die Stadt ihrer Lage am Rhein sowie ihrer verkehrsgünstigen Position im Schnittpunkt wichtiger Straßen. Handel und Handwerk bildeten die Grundlage der Wirtschaft. Vor allem durch den Truchsessschen Krieg und den Brand von 1586 erlebte sie einen bis ins 19. Jahrhundert anhaltenden Abschwung. Erst die Entfestigung sowie die 1938 abgeschlossene Kanalisierung der Erft und der Ausbau des Hafens bescherten der Stadt eine neue Blüte. Dort siedelten sich Betriebe der Metall-, Papier- und Lebensmittelherstellung an oder verlagerten ihre Fabriken dorthin. 2003 fusionierten der Neusser und der Düsseldorfer Hafen. Großstadt ist Neuss seit 1963.

Inhalt der Mappe

48 Seiten Textheft, 11 Tafeln mit 19 Abbildungen:

Kontakt Stadtverwaltung

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