LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Rheinischer Städteatlas Bonn

Lfg. 1 Nr. 6, 2. Auflage 1978
Bearbeiter: Klaus Flink (Text), Martin Müller (Kartographie)
Rheinland-Verlag GmbH Köln
Mappenformat 28 X 40 cm
vergriffen

Bonn auf einen Blick

Historisches gezeichnetes Bild einer Stadt Ansicht Bonn 1646 Ausschnitt aus einem Grundriss gezeichnet nach einer Katasterkarte Urkarte Bonn 1812 (Ausschnitt) Ausschnitt aus einem schwarzweissen Stadtplan Deutsche Grundkarte Bonn 1968/75 (Ausschnitt)

Gemeindedaten

Regierungsbezirk Köln
kreisfreie Stadt
Einwohnerzahl Ende 2004: 311.938

Geographische Lage

Bonn liegt im Südwinkel der Kölner Bucht zwischen der über 170 m hohen Ville im Westen und den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges sowie der Siegmündung im Osten. Der Stadtkern liegt ca. 60 m über NN.

Geschichtliche Entwicklung

Im 2. Jahrzehnt v. Chr. wurde unter Drusus die erste römische Befestigung errichtet; etwa 40 n. Chr. erfolgte der Bau eines ca. 27 ha großen Legionslagers. Im Umfeld des Lagers und in einer weiter südlich gelegenen zivilen Siedlung, dem „vicus bonnensis", ließen sich Handwerker und Händler nieder. Allgemein brechen die Nachweise für römisches Leben in Bonn nach der Mitte des 5. Jahrhunderts ab. Erst mit Beginn der karolingischen Zeit verstärken sich die Siedlungsnachweise wieder. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert entwickelte sich südlich der ehemaligen Römerstadt ("castrum bonna", Bonnburg), auf dem Gebiet der heutigen Bonner Innenstadt, im Anschluss an eine Märtyrerkirche (Ende 8. Jahrhundert Cassiusstift)eine zweite Siedlung ("civitas Verona", Stiftsburg). Spätestens Anfang des 11. Jahrhunderts hatte sich der Siedlungsschwerpunkt hierhin verlagert. Vor der Stiftsburg bildete sich eine unbefestigte bürgerliche Siedlung, das 1211 bezeugte "oppidum Bonnense". 1244 befahl Erzbischof Konrad von Hochstaden den Bonner Bürgern die Befestigung dieser Marktsiedlung und bestätigte ihnen als Gegenleistung ihre Rechte und Gewohnheiten. In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wuchsen Marktsiedlung und Stiftsburg zur spätmittelalterlichen Stadt Bonn zusammen. Im 14. Jahrhundert war Bonn mit Handel und differenziertem Gewerbe wirtschaftlich voll entwickelt. Der Ausbau zur Festung erfolgte seit dem 16. Jahrhundert. Nach der Zerstörung von 1689 wurde die Stadt von den Kurfürsten Joseph Clemens und Clemens August von Bayern zur prunkvollen Barockresidenz ausgebaut. Die Funktion als ständige Residenz seit Anfang des 17. Jahrhunderts veränderte Sozialstruktur und Wirtschaftsleben Bonns: Mit dem Ausbau der kurkölnischen Zentralbehörden etablierte sich die neue Schicht der Hofbeamten, und die Bedürfnisse der kurfürstlichen Hofhalten führten zur Bildung eines beachtlichen Kaufmannsstandes. Prägend für die Entwicklung der Stadt im 19. Jahrhundert war die 1818 erfolgte Gründung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Von 1949 bis 1999 war Bonn Parlaments- und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland.

Inhalt der Mappe

16 Seiten Textheft, 6 Tafeln mit 17 Abbildungen:

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