LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Filme begegnen Erinnerungen

Filmnachmittage mit Erzählcafé in Bonner Begegnungsstätte

Auf einer Leinwand in einem abgedunkelten Raum ist ein hell loderndes Feuer zu sehen. An mehreren Tischen sitzen Personen, die auf die Leinwand schauen. An der Seite steht das Roll-Up des LVR-ILR. Fotos: Jana Brass/LVR An gedeckten Tischen sitzen Personen und schauen auf eine Leinwand, auf der Männer in rot-weißen Gardeuniformen und mit Gewehren in der Hand zu sehen sind. Sie stehen in Reihen auf einer Bühne.

St. Martin, Karneval, Maifest und Weihnachten – zahlreiche Filmdokumentationen unseres Instituts zeigen Bräuche und Feste, die den Alltag der Menschen im Rheinland prägen. Sie dokumentieren Handlungsabläufe, stellen sie in alltägliche Lebens- und Bedeutungszusammenhänge und dokumentieren Veränderungsprozesse. So erforschen, präsentieren und vermitteln wir das kulturelle Erbe der Region audiovisuell.

Bewegte Bilder eignen sich in besonderer Weise, persönliche Erinnerungen in den Zuschauer*innen lebendig werden zu lassen. In einer neuen Veranstaltungsreihe möchte das LVR-ILR den Geschichten, Erlebnissen und Erfahrungen von Bonner*innen mit einem besonders großen Schatz an Alltagserfahrungen eine Bühne geben: Senior*innen. In ihrer Begegnungsstätte im Lotte-Lemke-Haus bietet der AWO-Ortsverein Bonn Stadt e.V. Raum, gemeinsam ins Gespräch zu kommen: Welche Erinnerungen aktivieren unsere Filmdokumentationen in den Betrachter*innen? Was verraten uns außerdem ihre persönlichen Perspektiven darüber, wie sich der Alltag der Menschen im Rheinland verändert?

Zu wechselnden Anlässen wird an vier Terminen im Jahr eine Filmdokumentation unseres Instituts in der Begegnungsstätte gezeigt. Die AWO lädt zu Kaffee und Kuchen ein, Erinnerungen und persönliche Geschichten zu teilen und über eigene Erinnerungen und Erfahrungen zu sprechen. Moderiert wird das Erzählcafé von Mitarbeiter*innen des LVR-ILR.

Der erste Termin der Veranstaltungsreihe im November 2023 war dem St. Martinsfest gewidmet. Seitdem wurde in offener und freundlicher Atmosphäre auch gemeinsam über den Rheinischen Karneval und über Maibräuche gesprochen. Unterschiedliche Techniken des Weckmannessens wurden dabei ebenso geteilt wie etwa jecke Erinnerungen an die größte Kostümpanne und an besondere Gemeinschafterlebnisse im Karneval. Auch Gedanken über die Bedeutung und den Stellenwert von Vereinen als regionalen und lokalen Brauchträger fanden Platz.

Sie haben Lust, sich an einem Erzählcafé zu beteiligen? Sie sind herzlich eingeladen! Die Begegnungsstätte steht allen Interessierten altersunabhängig offen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Eine Frau mit Kittelschürtze dreht an einer Kurbel die an einem kleinen Holzfass montiert ist Foto: Landesbildstelle Rheinland

Der nächste Termin ist der 8. Juli 2026!

Die Begegnungsstätte öffnet von 15 bis 18 Uhr.
Gezeigt wird der Film: Buttern mit dem Drehfaß

Nachdem wir die vergangenen Filmnachmittage der Ernte des Korns und dem Brotbacken gewidmet haben, geht es beim nächsten Mal um den Belag.

Butter war in der Vergangenheit ein kostbares Gut. Vor der industriellen Herstellung war ihre handwerkliche Produktion aufwendig. Der Film von 1973 zeigt, wie im Herdraum eines Eifelhauses im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern für die Verhältnisse um 1900 Butter hergestellt wird: Durch das gleichmäßige Schlagen des eingefüllten Rahms, werden die Häute der darin enthaltenen Fettkügelchen zerstört, so dass Butterklumpen entstehen und Buttermilch zurückbleibt. Im Anschluss das Salzen und Kneten der Butter sowie das Formen eines Butterlaibs.

Nach dem Film kommen wir bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.

Adresse
Begegnungsstätte im Lotte-Lemke-Haus
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Bonn-Stadt e.V.
Liegnitzer Str. 14
53119 Bonn

Kontakt
Andrea Graf
LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Endenicher Straße 133
53115 Bonn
Telefon: +49 (0) 228 9834 - 266
andrea.graf@lvr.de