LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Themen

Vorbereitung des Pessach-Tellers: Auf einen Teller mit dafür vergesehenen Vertiefungen werden Petersilie, ein Ei und weitere Lebensmittel gelegt Filmteam beobachtet und filmt Arbeitskräfte eines Biobauernhofs beim Hacken von Unkraut auf einem Kürbisfeld, im Hintergrund ist der Rhein zu sehen Cover 'Hauptsache kein Schwein': weißer Teller, im Hintergrund religiöse Symbole

Laternenpfahl: Gesucht  wird eine Mütze mit einem Stofftierschweinchen Windeltorte: dreistöckige Nachbildung einer Torte aus Windeln mit rosa Geschenkband zusammengehalten Kameramann und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr beim Filmen und beim Abbau einer Unterkunft für Menschen im Asylverfahren zur Translozierung in das LVR-Freilichtmuseum Kommern

Fotoalbum mit rotem Ledereinband liegt auf  zahlreichen, verstreuten schwarz-weiß-Fotografien Büchertisch mit einer Auswahl von Publikationen der Abteilung, hinter dem Tisch Mitarbeiterinnen der Abteilung Volkskunde Besucher der Ausstellung 'Wo ist denn meine Heimat' mit den Ausstellungsobjekten


So vielfältig und bunt unser Alltag ist, so unterschiedlich und verschieden sind auf den ersten Blick auch die Themen, mit denen sich die Volkskundlerinnen und Volkskundler befassen: Der 1025. Geburtstag der Fischereibruderschaft in Bergheim an der Sieg interessiert genauso wie das Fotoalbum der Familie Kreist aus Köln, die ausgehängten Zettel „Babysitter gesucht“ am Laternenpfahl oder die polnischen Spargelstecher, die schon viele Jahre jede Saison ins Rheinland kommen, um bei der Ernte zu helfen.

In ihren Forschungsprojekten fragen die Volkskundler nach Form, Funktion und Bedeutung des Handelns der Menschen im Rheinland. Da die Menschen Experten ihres Alltags sind, führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig Interviews und zeigen zum Beispiel, wie Menschen Heimat und Fremde erleben, wie sie ein Gefühl des zu Hause-Seins konstituieren und was dafür notwendig ist.

Zum Alltag zählen die Kulturwissenschaftler auch die Festtage, die von Ritualen begleitet werden. Vor allem in Situationen, die für uns ungewohnt und nicht alltäglich sind, geben uns solche Rituale Halt und helfen die Übergänge zu meistern. Die Hochzeit wird zum Beispiel in allen Kulturen von solchen symbolischen Handlungen begleitet: Das Hennafärben der Hände in der arabischen Kultur etwa oder der Kauf der Brautschuhe mit 1-Cent-Stücken, der Glück bringen soll, sind Beispiele hierfür. Bräuche und Rituale konstituieren auch Gemeinschaft und stiften Identität. Sie verändern sich und passen sich ihrer Zeit und den aktuellen Bedürfnissen an. „Alte“ Traditionen werden aufgegeben und neue Rituale, wie zum Beispiel Junggesellenabschied, Halloween oder Babypartys aufgegriffen und etabliert.

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