LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Alois Döring, Michael Kamp, Mirko Uhlig (Hg.): "Dem Licht entgegen"

Winterbräuche zwischen Erntedank und Mariä Lichtmess

Cover des Buches 'Dem Licht entgegen': Foto einer Reihe von Kerzen

Eine Veröffentlichung des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und des LVR-Freilichtmuseums Lindlar im Auftrag des Vereins der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e. V.

Greven Verlag, Köln 2010
19,90 Euro

Lichtsymbolik prägt populare Frömmigkeit und profanen Lichterbrauch. Dies gilt gerade für die Wintermonate mit den Kürbisleuchten an Halloween und den Grablichtern an Allerheiligen, den Laternen an Sankt Martin, den vorweihnachtlichen Lichterdekos und dem Lichter tragenden Weihnachtsbaum. Letztlich ist Licht das zentrale Symbol des Weihnachtsfestes.

Der vorliegende Band beantwortet viele Fragen zur Herkunft dieser und vieler anderer Herbst- und Winterbräuche: Die Leser begegnen auch typischen Begleitern der dunklen Jahreszeit wie Sankt Martin und Nikolaus, Barbara und Luzia. Auch rund um kulinarische Spezialitäten der Weihnachtszeit gibt es vieles zu entdecken.

Die verschiedenen Bräuche werden nicht nur im historischen Kontext erfasst und ihre Gegenwartsfunktion gedeutet, sondern auch theologisch beleuchtet, da religiöse Symbole und Handlungsmuster das Brauchgeschehen des Winterhalbjahres mitprägen. Aber auch die Mythen, die sich um Termine wie Halloween ranken, werden in das rechte Licht gerückt.

Die kenntnisreichen Darlegungen verdeutlichen historische und zeitgemäße Wandlungen. Darüber hinaus vermitteln die Beiträge Einblicke in Glaubensvor-stellungen im christlich geprägten Kirchenjahr. Das vorliegende Buch legt dar, wie Menschen mit Bräuchen ihren Alltag erleben, strukturieren und bewältigen.

Mit Beiträgen von Manfred Becker-Huberti, Alois Döring, Esther Gajek, Efi Goe-bel, Dagmar Hänel, Berthold Heizmann, Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Michael Kamp, Tim Lindfeld, Barbara Reitinger, Mirko Uhlig und Lars Winterberg.

Ein besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums e.V. und dem Generalvikariat des Erzbistums Köln für ihre finanzielle Unterstützung und Förderung des Buchprojektes.