LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Heimat Uni Köln

Fotos: Matthias Jung

Zwischen Stadtleben und Unialltag

Was hat das Physiklabor mit Heimat zu tun? Warum ist die Uniwiese ein Hotspot? Müssen Lieblingsorte immer schön sein?

Das verrät die Ausstellung „Heimat Uni Köln. Zwischen Stadtleben und Unialltag“ - und zwar Stück für Stück. Denn die einzelnen Stationen sind über verschiedene Gebäude der Universität zu Köln und im angrenzenden öffentlichen Raum verteilt. Schritt für Schritt lassen sich so spannende Geschichten über Menschen und Orte rund um die Universität Köln entdecken. Die Ausstellung erzählt, auf welch vielfältige Weise sich Menschen mit Räumen vertraut machen und inwieweit dabei „Heimat“ entsteht. Ein Ausstellungsfinder mit Stadtplan und weiteren Infos zeigt, wo Stationen der Ausstellung zu finden sind. Über Google Maps haben wir zudem eine Karte eingerichtet, mit der die verschiedenen Stationen in Köln mit digitaler Hilfe gefunden werden können.

Die Universität Köln prägt in unterschiedlicher Weise den Alltag vieler Menschen, die sich hier und im urbanen Umfeld aufhalten: Studierende, Personal aus Wissenschaft, Verwaltung und Technik, aber auch zahlreiche Anwohner*innen oder Dienstleister im Uni-Viertel. Sie alle gestalten ihrerseits den Mikrokosmos Universität. Erst durch ihre Alltagshandlungen, Interaktionen und Deutungen füllen sie die Räume in und um die Uni herum mit Leben.

Inwieweit entstehen dabei Zugehörigkeiten? Was macht die Universität Köln zur Heimat? Und welche Rolle spielt der städtische Alltag in Köln dabei?

Die Ausstellung beantwortet diese Fragen durch individuelle Beispiele und persönliche Geschichten. Sie stellt Menschen vor, die sich im Univiertel verorten, zum Beispiel: Den Physikstudenten aus Indien, der über den Unisport schnell Anschluss gefunden hat. Die Französischdozentin, die Köln „nicht schön, aber gemütlich“ findet. Den Geographie-Professor, für den Heimat vor allem mit Menschen und nicht mit Räumen zu tun hat. Oder die Anwohnerin vom Brüsseler Platz, die den Konflikt um den studentischen Hotspot aus beiden Perspektiven kennt.

Porträtfotos und Interviewauszüge geben Einblicke in Erlebnisse und Erfahrungen, die diese Protagonist*innen mit der Universität Köln gemacht haben. Darüber hinaus blickt die Ausstellung aus ungewöhnlicher Perspektive auf verschiedene Szenen und Orte des Univiertels. Fotografien fangen vor allem Emotionen und Stimmungen ein, die mit diesen Orten verbunden sind. Sie zeigen die vielschichtigen, zuweilen ambivalenten Bedeutungen und Funktionen, die einzelne Orte haben können.

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte hat im Vorfeld der Ausstellung mit dem Geographischen Institut der Universität zu Köln kooperiert. In einem Fachmethodischen Seminar erforschten Lehramtsstudierende im Sommersemester 2019 Beheimatungsprozesse im Kontext der Universität und des urbanen Umfeldes. Ergebnisse aus dem Projekt sind in die Ausstellung eingeflossen.

Die Ausstellung wurde am 14.11.19 im Rahmen einer Veratnstaltung im Hörsaal des COPT der Universität zu Köln eröffnet. Sie ist bis zur zweiten Januarwoche 2020 an den verschiedenen Stationen in der Uni und im angrenzenden Stadtraum zu sehen. Es kann sein, dass es bei einzelnen Orten zu Abweichungen kommt.

Die beteiligten Studierenden des Geographischen Instituts der Universität zu Köln.

Ansprechpartnerin

Gabriele Dafft
LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Endenicher Str. 133
53115 Bonn
Telefon: +49 (0) 228 9834 - 207
E-Mail: Gabriele.Dafft@lvr.de