LVR-Institut für Landeskunde
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  • Südniederfränkisch / Zuidnederfrankisch

    Karte, die die Ausbreitung des Kleverländischen Dialektgebiets zeigt

    Zwischen der Uerdinger und der Benrather Linie (s. Rheinischer Fächer) spricht man in einem belgisch-niederländisch-deutschen Gebiet Südniederfränkisch. Das Gebiet reicht im Westen fast bis an die Tore Löwens im Brabantischen und erstreckt sich über Eupen, Maastricht, Mönchengladbach und Düsseldorf bis ins Bergische Land.

    Linien suggerieren Eindeutigkeit. Die Sprachwirklichkeit aber ist reich an Varianz und an Ausnahmen von den Regeln. In Kempen, einige Kilometer nordwestlich von Krefeld, müsste es nach älteren Untersuchungen ek 'ich' heißen; die Dialektsprecher und Dialektsprecherinnen dort benutzen heute allerdings ech und ek nebeneinander. Und das ech sprechen sie (ähnlich) wie esch aus.

    Georg Cornelissen

    Literatur: