LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Biographien rheinischer Sprachwissenschaftler

Die Beschäftigung mit Dialekten und anderen Formen regionaler Sprache (Regiolekte/regionale Umgangssprache, regionalgeprägte Standardsprache) ist heute eine etablierte Forschungsrichtung in der deutschen Sprachwissenschaft. Ihre Anfänge liegen im 19. Jahrhundert, als der Oberpfälzer Johann Andreas Schmeller die von Jacob Grimm in seiner "Deutschen Grammatik" (1819–37) entwickelten Methoden auf die Mundart anwendet und die Arbeiten "Die Mundarten Bayerns, grammatisch dargestellt" (1821) und "Bayrisches Wörterbuch" (1827–37) verfasst. Das nächste dialektologische Großprojekt, das die deutsche Dialektologie bis heute maßgeblich prägt, nimmt seinen Anfang im Rheinland. Von hier aus beginnt der gebürtige Düsseldorfer Georg Wenker in den 1870er Jahren Fragebogen zu verschicken, die die Grundlage für den Deutschen Sprachatlas bilden.

Ihm folgen zahlreiche Sprachwissenschaftler, die ihre Studien der Sprache im Rheinland widmen – sie schreiben Wörterbücher, analysieren Flur- und Ortsnamen und erforschen die Sprachgeschichte dieser vielfältigen Region. Einige von ihnen werden in dieser Rubrik näher vorgestellt.