LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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    Als Gewässernamen (Hydronyme) bezeichnet man die Namen von fließenden (Flüsse, Bäche, Kanäle) und stehenden (Teiche, Seen) Gewässern. Bei ihnen handelt es sich oft um die ältesten Namen einer Region, was daran liegt, dass insbesondere Namen von langen Flüssen bereits früher einen größeren Bekanntheitsgrad in der Sprache der Umgebung hatten als etwa die Namen kleiner Siedlungen. Auch wurden Gewässernamen weitaus häufiger in die Sprache neuer Siedler übernommen als dies bei Siedlungsnamen der Fall war. Daher werden sie in der Onomastik (Namenforschung) auch schon seit langer Zeit untersucht, wobei gerade das hohe Alter der Hydronyme eine eindeutige Erklärung der Herkunft und Bedeutung der Namen oft erschwert. Denn häufig liegen die Wurzeln der Namen nicht in der Sprache oder dem Dialekt, die bzw. der aktuell an den Ufern gesprochen wird, sondern in einer verwandten Sprache oder einem anderen Dialekt. Auf den folgenden Seiten wird die Herkunft und die Bedeutung einiger Gewässernamen aus dem Rheinland vorgestellt.

    Gewässernamen im Rheinland

    Literatur

    • Albrecht Greule: Gewässernamen. (= Geschichtlicher Atlas der Rheinlande Beiheft X/3). Köln 1992.
    • Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlung- und Flurnamen. Unter Mitarbeit von Sabine Hackl-Rößler. Berlin/Boston 2014.
    • Damaris Nübling/Fabian Fahlbusch/Rita Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen 2012.
    • Jürgen Udolph: Gewässernamen. In: Andrea Brendler/Silvio Brendler (Hrsg.): Namenarten und ihre Erforschung. Ein Lehrbuch für das Studium der Onomastik. Anlässlich des Geburtstages von Karlheinz Hengst. (= Lehr- und Handbücher zu Onomastik, Band 1). Hamburg 2004, S. 329-348.