LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Grenzdialekte

Die Dialekte in Limburg und im Rheinland sind ursprünglich eng miteinander verwandt; auf der grenzübergreifenden Einteilungskarte kommt diese Sprachverwandtschaft in der Farbwahl zum Ausdruck.

Besonders groß sind die Übereinstimmungen in unmittelbar beanchbarten Orten, beispielsweise in Herzogenrath auf der deutschen und Kerkrade auf der limburgischen Seite der Grenze. Die dortigen Dialekte gehören zum Ripuarischen.

Roermond wird in deutschen Verkehrsberichten manchmal Röhrmond genannt, ist aber Rurmond auszusprechen. Hier mündet die Rur, in niederländischer Schreibung Roer, in die Maas. Die Stadt liegt also nur wenige Kilometer von der Grenze zum Kreis Viersen entfernt, für deren Einwohner vieles im Dialekt Roermonds vertraut klingt.

In der Nähe von Roermond liegt Posterholt (MP3-Datei, 1,51 MB), auf der anderen Seite der Grenze das deutsche Nachbardorf Karken. Aus Posterholt stammt eine 1993 gemachte Tonaufnahme: ein damals elfjähriger Junge erzählt darin von einer Urlaubsreise.

Im Norden der Provinz Limburg liegt Ottersum (MP3-Datei, 1,07 MB), heute ein Ortsteil von Gennep. Das dort gesprochene kleverländische Platt ähnelt sehr dem Dialekt von Goch oder Kleve.

Die Aufnahme aus Roermond (MP3-Datei, 2,25 MB) wurde 1997 auf der CD "Dialekte und Dialektliteratur in der Euregio Rhein-Maas-Nord" veröffentlicht. Die übrigen Aufnahmen entstanden im Rahmen grenzdialektologischer Projekte des ILR.

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