LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Kappes, Knies und Klüngel. Regionalwörterbuch des Rheinlands

Peter Honnen

Blaues Buchcover, mit einem kleinen Photo, auf dem eine Mann mit Korb und Einkaufstasche auf einem Markt abgebildet ist

Greven Verlag, Köln, 2003, 7., überarbeitete und erweiterte Auflage 2012, 269 Seiten, 11,90 €, ISBN 978-3-7743-0601-1

Wat dat immer von Amarasch is, wenn man den Pass verlängern lassen will! Da hatter sich wieder wat zusammengefriemelt. Der is immer nur am brasseln in seinem Keller. Gestern hab ich mir ne Blötsch ins Auto gefahren! Dem musste ich dat haarklein auseinanderdröseln!

Jeder Rheinländer und jede Rheinländerin kennt solche Sätze. Obwohl Wörter wie frasseln, friemeln, oder Köpper, Amarasch, Ambach oder Appel, Blötsch und dröseln nicht im Duden stehen, benutzt sie fast jeder im Rheinland zwischen Emmerich und Bad Kreuznach und Aachen und Gummersbach. Was die wenigsten allerdings wissen: Es sind Mundartwörter, die den rheinischen Dialekten entstammen. Obwohl man im Alltag immer weniger Mundart hört, gibt es davon eine erstaunliche Fülle.

Rund 1600 dieser Mundartwörter aus der rheinischen Alltagssprache sind hier dokumentiert und ausführlich erläutert. Dieses Regionalwörterbuch ermittelt damit praktisch die Schaltstelle, die die alten Dialekte mit der modernen Alltagssprache im Rheinland verbindet. Auch wenn schon die eigenen Eltern oder Großeltern kein Platt mehr sprachen, erkennen Rheinländer und Rheinländerinnen, wie stark auch ihre Umgangssprache unverwechselbar in ihre Region eingebunden ist: Auch ihre Sprache ist heute noch ein wichtiges regionales Erkennungsmerkmal. Alltagssprache im Rheinland ist ein entscheidender Faktor für die regionale Identität.