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Kartoffel – tolle Knolle oder Pipper?

Holzboxen, in denen frisch geerntete Kartoffeln lagern Als Grundnahrungsmittel und „tolle“ Knolle in Deutschland beliebt – die Kartoffel, © Naturpuur, CC BY 4.0-Lizenz; Wikimedia Commons

Ob Erpel, Ä(e)däppel, Grumper oder Pipper – die Kartoffel ist in aller Munde und als Grundnahrungsmittel seit mehreren Jahrhunderten in Deutschland bekannt.

Wildformen der Kartoffel wurden wohl sogar schon vor mehreren tausend Jahren gegessen; vermutet wird, dass die Kartoffel bereits im 1. Jahrtausend nach Christus systematisch angebaut wurde. „Unsere“ Kartoffel, wie wir sie heute kennen und lieben, wurde vermutlich Mitte des 17. Jahrhunderts durch spanische Seefahrer importiert. Obwohl sie hierzulande zunächst unbeliebt war, gelang ihr zur Zeit der Industrialisierung der große Durchbruch: Die Erdäpfel waren nahrhaft und ließen sich lagern, konnten also gut als Nahrung für die immer größer werdende Bevölkerung verwendet werden.

Auch heute ist die Knolle kaum mehr aus den Küchen Deutschlands wegzudenken. Der Siegeszug der Kartoffel zeigt sich zudem darin, dass sie in vielen Dialekten eigene Bezeichnungen erhalten hat. Wo im Rheinland welche dieser Benennungen bekannt ist, zeigt ein Blick auf die Sprachkarte „Kartoffel“. Wie die Kartoffel ins Rheinland kam und hier angebaut und verwendet wird, lesen Sie hier.

Literatur