LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
Logo LVR

Regiolektkarten

Die Regiolekte im Rheinland zeichnen sich durch deutlich weniger zwischenörtliche Differenzen aus als die hier gesprochenen Dialekte. Trotzdem ist die Sprachlandschaft zwischen Niederrhein und Eifel auch auf dieser Ebene noch äußerst vielgestaltig - wie die Karten zeigen werden. Umgekehrt nehmen die innerörtlichen Varianten vom Dialekt zum Regiolekt hin zu. Wenn die Einwohner der Stadt Essen über einen Kaffee sprechen, der nur lauwarm oder zu schlapp ist, dann verwenden sie Ausdrücke wie Plörre, Brühe oder Muckefuck. Sie gebrauchen aber auch Bezeichnungen wie Blümchenkaffee, Miege, Lorke/Lorche oder Spülwasser. Gesöff, Plempe oder Mucke sind weitere Wortoptionen. Bodensehkaffee (oder Bodenseekaffee) wäre auch eine Alternative. Eine solche lokale Variantenvielfalt lässt sich auf Regiolektkarten für größere Räume nicht mehr darstellen.

Der Regiolekt kann mal mehr zum Dialekt, dann wieder mehr zum Standarddeutschen hin tendieren. Wenn, wie beispielsweise beim Material für die Karte Bonbons, vor allem ältere Gewährspersonen befragt wurden, zeigen sich Dialektreste viel stärker als in Befragungen Jugendlicher. Bestimmte regionalsprachliche Elemente sind jedoch auch bei jungen Leuten heute noch äußerst stabil.

Die hier vorgestellten Karten basieren in der Regel auf Fragebogenerhebungen des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte.

Wortkarten:

Lautkarten:

Grammatikkarten:

Literatur: