LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Palm

Kut erop! Kut erop! Kut erop!
Bei Palm’s do eß de Pief verstopp.
Jetz hät de ärm Frau Palm
die ganze Stuff voll Qualm.

Zu den bekanntesten Kölner Familiennamen gehört Palm. Denn zu den bekanntesten Liedern im kölschen Dialekt zählt Willi Ostermanns „Kut erop! Kut erop! Kut erop!“. Es geht darin um einen Ofen, dessen Rohr (Pief) verstopft ist, so dass das ganze Wohnzimmer voller Qualm steht. Es ist die Wohnung von Frau Palm.

Wer in namenkundlichen Lexika sucht, stößt auf verschiedene Vermutungen und Erklärungen, wie Menschen an den Namen Palm gekommen sein könnten. Sie könnten die Bewohner eines Hauses gewesen sein, in dessen Namen die Palme vorkam. Sie könnten Palm gerufen worden sein, weil sie (oder ihre Vorfahren) nach Jerusalem gepilgert waren, von wo sie dann Palmzweige mitgebracht hatten.

Nicht vergessen werden sollte, dass im Rheinland (und anderswo) der ‚Buchsbaum‘ Palme genannt wurde und wird. Die echte Palme kannte man lange Zeit nur von Bildern und aus der biblischen Geschichte.

Georg Cornelissen

Lit.:

Debrabandere, Frans: Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk. […] Grondig herziene en vermeerderde uitgave met medewerking van dr. Peter De Baets. Amster-dam, Antwerpen 2003, S. 939.

Duden. Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bearbeitet von Rosa und Volker Kohlheim. Mannheim u. a. 2005, S. 496.

http://www2.koelsch-akademie.de/liederserver/[…] (22.8.2016).