LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
Logo LVR

Namen im Rheinland

Jupp Schmitz, Pitt Janßen, Jean Pütz, Ulla Palm, Beuys und Böll, Mattes und Schäng, Stina und Trina, Thei Angenheister, Fränzken Jacobs, Röschen Peters ... Zu den Personennamen

Köln und Aachen, Wuppertal und Walterscheid, Zülpich und Stetternich, Weeze und Wachtendonk… Zu den Ortsnamen

Namen sind Schall und Rauch?

Nicht immer sollte man Deutschlands Großdichter bedingungslos vertrauen. Denn Namen sind alles andere als inhaltsleere und austauschbare Etiketten. Ganz im Gegenteil können Namen Geschichten erzählen, sie können Auskunft über die Geschichte geben, sie lassen erkennen, woher jemand stammt, oder verraten, wo ein Ort zu suchen ist. Namen können sprechen - und diese Sprache sichtbar zu machen, ist Aufgabe einer interessanten Disziplin der Sprachwissenschaft, der Namenkunde.

Namen sind vielseitig.

Wir kennen unter anderem Familiennamen und Vornamen (Personennamen), Ortsnamen, Gewässernamen und Flurnamen (Ortsnamen). All diese Namen sind für die Landeskunde von großer Bedeutung, weil sie Einblicke gewähren in die Sprachgeschichte, Siedlungsgeschichte oder Stadtgeschichte einer Region.

Namen sind schwierig.

Auch wenn Namen sprechen können, sprechen sie nicht für sich. Namen erschließen sich nur aus ihrer Geschichte. Erst ihre Überlieferung bietet die Anhaltspunkte für ihre Deutung und Erklärung. Dennoch sind noch längst nicht alle rheinischen Namen enträtselt. Wie die Ruhr oder Rur, die Städte Straelen, Zons oder Rheydt zu ihren Namen kamen, ist bis heute noch nicht endgültig geklärt. Aber das macht die Geschichte ja erst spannend.