LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Der Rheinische Städteatlas

Die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte hat einen hohen Stellenwert, entspricht sie doch einem Bedürfnis nach Orientierung und Identifizierung in einer überwiegend städtischen Gesellschaft. Diesem Anliegen tägt der Rheinische Städteatlas Rechnung, der gleichermaßen der regionalen wie der vergleichenden internationalen Stadtgeschichtsforschung dient.

Als historisch-topographisches Grundlagenwerk zur Geschichte der rheinischen Städte schließt der Rheinische Städteatlas mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten und seiner äußeren Gestaltung sich vergleichbaren Atlasprojekten in Deutschland und in Europa an. Er orientiert sich in wesentlichen Teilen an den von der Kommission für Städtegeschichte des Internationalen Historikerverbandes beschlossenen Richtlinien zur Erstellung von Städteatlanten.

Im Rheinischen Städteatlas werden nach einem weit gefassten Stadtbegriff neben den im Mittelalter entstandenen Städten auch solche Orte berücksichtigt, die in späterer Zeit zur Stadt erhoben worden sind oder auch die, die in der Französischen Zeit 1798 den Stadt-Status verloren und später nicht wiedergewonnen haben. Bis zum Stichjahr 1961 erfüllen 172 Städte im Landesteil Nordrhein von Nordrhein-Westfalen und 15 ehemals kurkölnische bzw. jülichsche Städte in Rheinland-Pfalz diese Kriterien.

Atlasprojekte in Europa (Ausschnitt) Atlasprojekte in Europa Rheinischer Städteatlas, Übersicht und Stadtrechtsorte im Rheinland Rheinischer Städteatlas, Übersicht und Stadtrechtsorte im Rheinland (Ausschnitt)

Jeder im Rheinischen Städteatlas aufgenommene Ort erhält eine eigene Mappe, die aus einem Text- und einem Kartenteil besteht.

Weitere Informationen zum Aufbau des Textteils
Weitere Informationen zum Aufbau des Kartenteils

Der Rheinische Städteatlas bietet für viele der 187 Städte die erste nach wissenschaftlichen Kriterien aus den Quellen erarbeitete Ortsgeschichte. Der Atlas erscheint in Lieferungen mit jeweils mehreren Mappen.

Angesprochen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen, beispielswiese Archäologen, Historiker oder Kunsthistoriker, aber auch Architekten und Stadtplaner, Kommunen, Heimatforscher sowie alle ortsgeschichtlich interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Eine Forschungsbilanz der bisherigen Arbeiten bis 2005, der Entwicklung des Atlaswerkes sowie der Schwerpunktsetzungen in den Jahren seit seiner Entstehung bietet der Aufsatz "Der Rheinische Städtealtas - Eine Forschungsbilanz" von Margret Wensky nachlesen. Der Beitrag ist in den Rheinischen Vierteljahrsblättern Jg. 69 (2005) erschienen.
Rheinischer Städteatlas Forschungsbilanz (PDF-Datei, 66 KB)