LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Termine August

10.08.843
Vertrag von Verdun

Der Vertrag von Verdun besiegelte die Teilung des Karolingerreiches durch die Enkel Karls des Großen. Lothar (I.) erhielt ein um die Kaiserstädte Aachen und Rom gruppiertes Mittelreich, das nach Westen gegen Karls (des Kahlen) Teilreich etwa durch die Flüsse Schelde, Maas, Saone und Rhone, nach Osten gegen Ludwigs (des Deutschen) Teilreich durch Rhein und Aare (ohne die Gegenden um Mainz, Worms und Speyer) sowie die Alpen abgegrenzt war. Die Westgrenze des Mittelreichs blieb im Wesentlichen während des ganzen Mittelalters die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland.
Mehr dazu im Portal Rheinische Geschichte:
Kurzbiographie Lothar I.
785 bis 1288 – Die Rheinlande im Hochmittelalter

15.08.1357
Münzbund zwischen dem Kurfürstentum Köln, dem Herzogtum Jülich sowie den Städten Aachen und Köln

Der Münzbund war auf sechs Jahre befristet und der erste rheinische Vertrag, der sich ausschließlich mit Münzfragen beschäftigte. Er legte die Ausprägung neuer Silbermünzen und der Wert des umlaufenden Geldes fest. Die Bestimmungen fanden Nachahmung auch in Territorien außerhalb des eigentlichen Vertragsgebietes.
Mehr dazu im Portal Rheinische Geschichte:
Die königlichen Münzstätten im Rheinland
Kurfürstentum Köln
Stadt Aachen
Epoche 1288 bis 1521 – Die Rheinlande im Spätmittelalter

14.08.1658
Gründung der Rheinische Allianz bzw. des Rheinisches Bund

Das auch erster Rheinbund genannte Bündnis der drei geistlichen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier), des Herzogs von Jülich-Berg und weiterer Reichsfürsten zur Wahrung des Westfälischen Friedens, dem Schweden für seine deutschen Fürstentümer und am 15.08.1658 Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) beitraten. Brandenburg folgte 1665. Zweimal erneuert, übte der Rheinbund fast zwei Jahrzehnte lang bestimmenden Einfluss in der Reichspolitik aus.
Mehr dazu im Portal Rheinische Geschichte:
Kurzbiographie Karl Kaspar von der Leyen, Erzbischof und Kurfürst von Trier (1652-1676)
Epoche 1609 bis 1794 - Vom jülisch-klevischen Erbfolgestreit bis zum Ende des Ancien Regime

28.08.1897
Cornelius Stüssgen (1877-1956) eröffnet in Köln ein Einzelhandelsgeschäft

Schon bald folgte die Einrichtung weiterer Läden außerhalb Kölns. Er baute das Filialnetz, seit 1903 unter dem Namen „Rheinisches Kaufhaus für Lebensmittel“ so weit aus, dass es schon kurz vor dem Ersten Weltkrieg über 100 Filialen umfasste. Nach dem Krieg beschränkte er das Geschäft wieder auf das Rheinland. 1929 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die Mehrheit übernahm 1984 die Rewe-Gruppe; 2005 wurde der Markenname Stüssgen aufgegeben.
Mehr dazu im Portal Rheinische Geschichte:
Ein weiterer Warenhauspionier aus dem Rheinland: Kurzbiographie Helmut Horten
Ein weiterer Warenhauspionier aus dem Rheinland: Josef Kaiser
Epoche 1871 bis 1918 – Das Rheinland im Kaiserreich